Empfehlungen sollen helfen, nicht drängen
Die wichtigste Frage als Betreiber ist für mich nicht, wie mein Team mehr verkauft, sondern wie es passend empfiehlt, ohne aufdringlich zu wirken. Genau dort beginnt ein gutes Verkaufstraining in der Gastronomie. Gäste merken sofort, ob eine Empfehlung zu ihrem Anlass passt oder nur routiniert aufgesagt wird. Deshalb übe ich mit meinem Service keine starren Zusatzverkäufe, sondern kurze, hilfreiche Gesprächswege: Was sucht der Gast gerade, wie viel Zeit hat der Tisch, soll es unkompliziert sein oder eher besonders? Wenn meine Mitarbeitenden diese Lage einschätzen können, klingt eine Empfehlung natürlich und bleibt Teil echter Gastfreundschaft.
Ich mache im Alltag oft die Erfahrung, dass gute Empfehlungen aus Ruhe und Klarheit entstehen. Wenn eine Servicekraft die Karte sicher kennt, kann sie auf eine konkrete Frage direkt antworten, statt erst nachzuschlagen oder vage zu bleiben. Dann entsteht zum Beispiel aus der Frage nach einem leichten Hauptgang eine stimmige Empfehlung mit passender Beilage oder aus der Bitte um einen alkoholfreien Aperitif eine einfache Alternative, die zum Menü passt. Mein Ziel im Verkaufstraining in der Gastronomie ist also nicht Druck, sondern Orientierung: Der Gast soll sich verstanden fühlen und mein Team soll wissen, welche Information in diesem Moment wirklich nützlich ist.
Anlass und Gastfrage als Ausgangspunkt im Gespräch
Unaufdringliche Empfehlungen gelingen bei uns am besten, wenn der Anlass zuerst geklärt ist. Ein schneller Lunch braucht andere Vorschläge als ein langer Abend mit Freunden oder ein Geschäftsessen mit begrenzter Zeit. Im Training bespreche ich deshalb typische Startsituationen: Ein Tisch fragt nach etwas zum Teilen, ein Paar sucht einen passenden Einstieg, eine Gruppe möchte sicher bei bekannten Gerichten bleiben. Die Servicekraft soll nicht sofort das Teuerste nennen, sondern das Geeignete. So bleibt die Empfehlung glaubwürdig. Gerade neue Mitarbeitende gewinnen dadurch Sicherheit, weil sie nicht frei improvisieren müssen, sondern mit nachvollziehbaren Entscheidungshilfen arbeiten.
Wichtig ist auch die Formulierung. Ich lasse mein Team lieber Sätze üben, die offen und hilfreich klingen, statt drängend zu wirken. Ein Beispiel aus unserem Alltag: Wenn Gäste nach etwas Saisonalem fragen, hilft ein kurzer Hinweis auf ein Gericht mit einem klaren Geschmack oder einer bestimmten Portionsgröße. Wenn jemand unsicher zwischen zwei Hauptgängen ist, kann der Service den Unterschied in Stil, Sättigung oder Intensität erklären. Das Verkaufstraining in der Gastronomie wird dadurch praktisch: Nicht die Theorie steht im Vordergrund, sondern der Moment am Tisch. Die Empfehlung ist gut, wenn sie die Entscheidung erleichtert und gleichzeitig den Ablauf der Bestellung sauber vorbereitet.
Der rote Faden
Die ersten Abschnitte dieses Artikels im Zusammenhang.
Wie bringst du deinem Service bei, passende Empfehlungen zu geben, die zum Anlass und zur Frage des Gastes passen?
Lehre das Team, zuerst Anlass und Zeitrahmen zu klären und dann ein bis zwei passende Optionen zu nennen. Trainiere konkrete…
Empfehlungen sollen helfen, nicht drängen
Die wichtigste Frage als Betreiber ist für mich nicht, wie mein Team mehr verkauft, sondern wie es passend empfiehlt, ohne aufdringlich…
Anlass und Gastfrage als Ausgangspunkt im Gespräch
Unaufdringliche Empfehlungen gelingen bei uns am besten, wenn der Anlass zuerst geklärt ist. Ein schneller Lunch braucht andere…
Menükenntnis wird erst nützlich, wenn sie konkret abrufbar ist
Kartenwissen allein reicht nicht, wenn es nur auswendig gelernt wurde. In meinem Betrieb muss jede Servicekraft sagen können, wofür ein Gericht typischerweise gewählt wird, welche Beilage gut dazu passt und bei welchen Rückfragen eine präzise Bestellnotiz wichtig wird. Darum ordne ich die Karte im Training nicht nur nach Kategorien, sondern nach Gesprächsanlässen. Welche Gerichte eignen sich für Gäste mit wenig Zeit, welche lassen sich gut teilen, welche brauchen eine kurze Erklärung? So entsteht aus Menükenntnis ein Werkzeug für den Service. Erst dann können Mitarbeitende eine Empfehlung geben, die verständlich klingt und die Küche nicht mit missverständlichen Angaben belastet.
Dazu gehört für mich auch, dass das Team Artikelinformationen ernst nimmt. Wenn Fragen zu Zutaten, Varianten oder hinterlegten Allergenen auftauchen, soll die Servicekraft sicher orientieren und bei Bedarf auf geprüfte Unterlagen oder fachkundige Personen im Betrieb verweisen können. Ich verspreche dabei keine pauschalen Antworten aus dem Kopf. Vielmehr schaffe ich einen Ablauf, in dem Rückfragen sauber geklärt und anschließend eindeutig erfasst werden. Genau an dieser Stelle hilft mir, dass Deine Kasse hält den Zusammenhang im Service fest: Die Bestellung bleibt ein konkreter Vorgang, zu dem Hinweise und Wünsche gehören, statt später zwischen Theke, Küche und Tisch verloren zu gehen.
Die Empfehlung ist nur gut, wenn die Bestellung danach eindeutig bleibt
Ein häufiger Fehler im Service ist, dass eine freundliche Empfehlung gegeben wird, die Bestellung danach aber ungenau aufgenommen wird. Dann wirkt das Gespräch am Tisch zwar souverän, im Ablauf entstehen jedoch Rückfragen, Korrekturen oder Unsicherheit bei Nachbestellungen. Deshalb verbinde ich im Training jede Empfehlung sofort mit der Frage: Was muss jetzt eindeutig erfasst werden? Wenn ein Gast ein Gericht ohne bestimmte Zutat wünscht oder eine Sauce getrennt möchte, darf das nicht im Kopf der Servicekraft bleiben. Die Stärke eines guten Verkaufsgesprächs zeigt sich für mich erst dann, wenn Küche, Ausgabe und später die Zahlung auf denselben Vorgang schauen können.
Im laufenden Betrieb ist das besonders wertvoll, wenn mehrere Mitarbeitende an einem Tisch beteiligt sind. Eine Person empfiehlt den Wein, eine andere bringt die Nachbestellung auf, später wird die Rechnung geteilt. Ohne klar erfasste Bestellung wird aus einer guten Serviceidee schnell Verwirrung. Bonzumo hilft mir hier nicht mit Verkaufssprüchen, sondern mit dem gemeinsamen Bezug auf Tisch, Bestellung, Zahlung und Abschluss. Dadurch kann mein Team den Weg vom ersten Artikel bis zur Abrechnung nachvollziehen. Für das Verkaufstraining in der Gastronomie bedeutet das: Ich trainiere nicht nur Sprache, sondern auch Disziplin bei der Aufnahme, damit die Empfehlung am Ende im Ablauf Bestand hat.
Mit kurzen Szenarien trainiere ich echte Tischsituationen
Statt lange Rollenspiele mit ausgedachten Erfolgssätzen zu machen, arbeite ich mit kurzen Alltagsszenarien. Ein Beispiel: Zwei Gäste kommen vor einem Theaterbesuch und möchten etwas, das zeitlich gut planbar ist. Eine andere Situation: Vier Personen teilen Vorspeisen und wollen später spontan entscheiden, ob noch Dessert dazu kommt. Solche Fälle sind nah am Betrieb und zeigen sofort, welche Empfehlung sinnvoll ist und welche Information sauber dokumentiert werden muss. Mein Team lernt dabei, zuerst zuzuhören, dann ein oder zwei passende Optionen zu nennen und die Entscheidung des Gastes nicht zu überreden, sondern zu strukturieren.
Ebenso wichtig sind Rückfragen nach der ersten Empfehlung. Wenn ein Gast zögert, soll der Service nicht nachschieben, sondern konkretisieren. Ist eher etwas Würziges gefragt oder lieber mild? Soll die Beilage satt machen oder leicht bleiben? Wird ein Getränk zum Essen gesucht oder nur etwas für den Start? Aus diesen Nachfragen entsteht ein Gespräch, das weder hektisch noch belehrend wirkt. Für mich ist das der Kern von Verkaufstraining in der Gastronomie: Mitarbeitende erkennen Muster im Gastwunsch und bleiben dennoch flexibel. Die beste Empfehlung ist oft die, die knapp formuliert ist und dem Tisch sichtbar weiterhilft.
Schichtübergaben und Rollen entscheiden über die Qualität am Gast
Empfehlungskompetenz entsteht nicht nur am Tisch, sondern schon vor Schichtbeginn. Wenn neue Tagesgerichte, geänderte Beilagen oder ausverkaufte Positionen nicht sauber im Team ankommen, können selbst gute Servicekräfte keine stimmigen Vorschläge machen. Ich nutze deshalb vor jeder starken Schicht einen kurzen Überblick: Was ist heute besonders gefragt, welche Kombinationen funktionieren organisatorisch gut, wo müssen wir bei Bestellhinweisen aufmerksam sein? Damit die Information nicht nur mündlich kreist, gebe ich wichtigen Hinweisen einen festen Platz. Gerade bei wechselnden Teams spart das Rückfragen und macht Empfehlungen verlässlicher.
Bonzumo unterstützt mich dabei über Rollen und persönliche Dokumenteneingänge mit Lesen und Download. So kann ich Unterlagen, Kartenstände oder interne Hinweise geordnet zugänglich machen, statt sie zwischen Chatverläufen und Papierzetteln zu verlieren. Für die Praxis ist auch wichtig, dass nicht jede Person dieselben Rechte braucht. Schichtleitung, Service und Büro arbeiten mit unterschiedlichen Zuständigkeiten. Wenn ich mein Verkaufstraining in der Gastronomie organisiere, gehört diese Rollenklärung dazu, denn gute Empfehlungen entstehen leichter, wenn mein Team weiß, wo Informationen liegen und wer bei offenen Fragen entscheidet. Gib deinem Team Klarheit für die nächste Schicht beschreibt genau diesen organisatorischen Hebel sehr passend.
So setze ich das Training in meinem Betrieb dauerhaft um
Damit das Thema nicht nach einer Teamsitzung wieder verschwindet, verankere ich es in kleinen, wiederkehrenden Schritten. Wir nehmen uns einzelne Anlässe vor, etwa den Lunch, den Abendservice oder den Umgang mit spontanen Nachbestellungen. Danach beobachte ich nicht, wer am meisten verkauft, sondern ob Empfehlungen zum Tisch passen und ob die Bestellung anschließend vollständig erfasst wurde. Auffällige Situationen besprechen wir zeitnah und konkret. Wenn eine Empfehlung gut funktioniert hat, interessiert mich, warum sie zum Gast gepasst hat. Wenn etwas holprig lief, schaue ich auf Gespräch, Erfassung und Übergabe an die Küche zugleich.
Für ergänzende Schulungsthemen wie Hygiene, HACCP, Allergene oder Infektionsschutz plane ich keine improvisierten Schnelltrainings am Pass. Stattdessen organisiere ich qualifizierte externe Schulungen, arbeite mit geprüften Unterlagen und stelle sicher, dass im Betrieb fachkundige Personen erreichbar sind. So bleibt das Verkaufstraining in der Gastronomie klar auf seinen Zweck konzentriert: passende Empfehlungen geben und Bestellungen eindeutig führen. Wenn ich zusätzlich eine Lernplattform prüfen möchte, formuliere ich dafür Fragen an externe Anbieter, etwa zur Dokumentation von Inhalten oder zur Bereitstellung von Lernmaterial. Im Tagesgeschäft selbst zählt für mich vor allem, dass mein Team sicher spricht, sauber erfasst und dem Gast eine ruhige, verlässliche Entscheidungshilfe bietet.
Für die Praxis
Spätere Abschnitte ordnen das Thema im Betriebsalltag ein.
Mit kurzen Szenarien trainiere ich echte Tischsituationen
Statt lange Rollenspiele mit ausgedachten Erfolgssätzen zu machen, arbeite ich mit kurzen Alltagsszenarien. Ein Beispiel: Zwei Gäste…
Schichtübergaben und Rollen entscheiden über die Qualität am Gast
Empfehlungskompetenz entsteht nicht nur am Tisch, sondern schon vor Schichtbeginn. Wenn neue Tagesgerichte, geänderte Beilagen oder…
So setze ich das Training in meinem Betrieb dauerhaft um
Damit das Thema nicht nach einer Teamsitzung wieder verschwindet, verankere ich es in kleinen, wiederkehrenden Schritten. Wir nehmen…